Verlassen und verlassen werden
Verlassen und Verlassen werden

Das Thema des heutigen Blogs ist das Verlassen und das Verlassen werden. Außerdem werde ich ein wenig auf das Thema Oneitis eingehen.

Da hier einige mitlesen denen das PickUp Jargon nicht geläufig ist ein paar Begriffserklärungen vorweg.

PickUp = Verführungskunst
Oneitis ist etwas schwer in kurze Worte zu fassen aber Extremes bis hin zu krankhaftem Verliebt sein in eine Person trifft es ziemlich gut.
Excuses = Entschuldigungen


Pickupedia.org ist momentan leider down, ich weiß nicht wie lange, ansonsten findet ihr dort alles rund um die Begriffe im Pick Up.


Zunächst möchte ich mich dem Thema widmen, auf das jeder selbst meisten Einfluss hat.
Das Verlassen.

Sei es aus welchen Gründen auch immer wir uns nicht mehr zum Partner, oder zum jeweils anderen Betroffenen hingezogen fühlen, ist die einzige logische Konsequenz das Verlassen. Der wundervolle "Leitspruch" der PU Community "Leave her better than u found her" ist hierbei deutlich schwerer umzusetzen, als allgemein angenommen.

Es gibt keinen günstigen Zeitpunkt, es gibt keinen richtigen Moment und es wird keine perfekte Situation kommen. Der ehrlichste Weg und deswegen der meiner Meinung nach zu wählende ist der des Augenblicks.
Sobald ihr feststellt, dass die Anziehung zum anderen nicht mehr so stark gegeben ist, dass ihr weiterhin eine großartige Zeit mit ihm habt, so sollte dies beim nächsten Treffen unverzüglich klargestellt werden.
Excuses dies zu vermeiden lassen sich zu Hauf finden wenn man möchte, allerdings sollte jeder erstrebt sein, in diesem Punkt nicht nur ehrlich dem anderen gegenüber zu sein sondern auch ehrlich sich selbst gegenüber.
No Go's sind definitiv SMS und Telefonate.
Menschen die man geliebt hat und die einen lieben oder einem sehr nahe stehen, verdienen mehr als eine Telefonkonversation oder noch schlimmer eine Textkommunikation.

Natürlich mag es Situationen geben die ungewöhnliche Maßnahmen erfordern, allerdings sollte dies stets die Ausnahme sein. Ein solcher Abschied tut meist weh, und sollten wir den Menschen die uns nahe stehen diesen Abschied nicht wenigstens so angenehm wie möglich gestalten?!

Wichtig ist, dass ihr nichts bereut. Es gibt nichts wofür man sich entschuldigen muss. Egal was ihr tut oder getan habt, es war eure Handlung und zu seinen Taten sollte man stehen. Das heißt nicht, dass man nicht bedauern darf, dass es soweit gekommen ist.

Attraction isn't a choice und das gilt für Männer wie für Frauen.
Seid ihr nicht mehr attracted, so gibt es eben keinen anderen Weg.
Diese Tatsache ist nichts wofür man sich entschuldigen müsste.

Das verlassen ist oft nicht viel einfacher als das verlassen werden. Wenn auch hier der deutliche Unterschied besteht, dass man sich beim verlassen meist schon emotional vom anderen "verabschiedet" hat, während man beim verlassen gelegentlich dieser Option beraubt wird.




Das Verlassen werden bietet uns allerdings viel mehr Chancen als das Verlassen selbst. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, der kann durch ein Verlassen werden einiges lernen. An welchem Punkt habe ich meine Attraction verloren, wo bin ich ins LJBF Land abgerutscht, falls ich es bin. An welchem Punkt ist mein Game oder mein Beziehungsstil zu unsexuell geworden uvm.

Verlassen werden gehört allerdings zum Leben dazu. Natürlich lässt sich durch sehr gutes Game die Quote verringern, aber es wird immer mal vorkommen.
Sei es man zieht in eine andere Stadt, der andere zieht in eine andere Stadt, der andere lernt jemand anderes kennen, die Möglichkeiten sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Der erste Schritt das Verlassen werden zu überwinden, ist das akzeptieren.
Kein hinterherrennen, keine sinnlosen Hoffnungen machen, sich nichts vorzugaukeln, sondern einfach zu akzeptieren, dass es passiert ist. Schließlich passieren diese Dinge nicht einfach so, sondern aus Gründen. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, hat man das schwierigste bereits hinter sich, und die Chance aus einer unangenehmen Situation noch etwas wertvolles mitzunehmen.

Dieser Punkt ist sich sehr ähnlich mit der Existenzberechtigung negativer Gefühle.
Jedes negative Gefühl hat seine Berechtigung. Wenn wir dies annehmen können, ist der wichtigste Schritt in die richtige Richtung getan. Negative Gefühle sollten nicht unterdrückt oder ignoriert werden, denn sie existieren nicht umsonst. Allerdings sollte man sich auch nicht in ihnen verlieren, sondern sich vielmehr fragen, warum man diese negativen Gefühle entwickelt hat und sich mit den Ursachen auseinandersetzen.
Wenn wir an den Ursachen arbeiten, dann können wir die Situation, die das Gefühl auslöst, künftig mit ganz anderen Augen sehen.

Für mich wichtig ist auch, sich beim verlassen werden an die Zeit zu erinnern in der man großen Spaß mit dem Partner hatte. Da ich mich stets bemühe, mein Leben so zu leben, dass ich in so vielen Augenblicken wie möglich auch wirklich das tue, was ich gerade gerne tun möchte, bedeutet mit einem Menschen Zeit zu verbringen für mich etwas wundervolles. Je mehr ich mich zu einem Menschen hingezogen fühle umso schöner ist die Zeit die ich verbringe, und ich bin allen Menschen die mein Leben teilen, egal in welcher Form, stets dankbar dafür, Zeit mit ihnen verbringen zu können, dass sie mein Leben ausfüllen, und es so grandios gestalten, wie es ist.

Wenn ich mich nun an eben jene Zeit erinnere, so bin ich jedem Menschen dankbar, der mein Leben teilt und geteilt hat, auch wenn manche Beziehungen vielleicht sehr unglücklich geendet sind.
Die Möglichkeit jedoch einer großartigen Zeit, die nimmt einem niemand mehr.



Das letzte Thema des aktuellen Blogs, welches ich gerne kurz anreißen würde ist das allseits beliebte Thema Oneitis.

Wie oft lese ich davon, wenn ich durch die Foren stöbere, so oft wird es vorwurfsvoll verwendet, direkt kommen die allseits beliebten Ratschläge wie FTOW, get a life, Date andere Frauen, etc etc..
Die Frage die ich mir dabei stelle: Wo bleibt der Spaß? Wo bleibt das zulassen von Gefühlen?
Nicht jedes Verliebtsein ist gleich so schlimm, dass unbedingt etwas dagegen unternommen werden muss. Das Gegenteil ist der Fall, dieses Gefühl, bei jeder Frau einzigartig mit der ich mich je getroffen habe, ist der Grund warum ich mich mit dem Thema auseinandersetze. Ich liebe dieses Gefühl, von Wärme, Freude, Entspannung und einer Portion des Aufgeregt seins.
Mit ziemlicher Sicherheit würde man mir, wenn ich eine Situation mit einer Frau die ich Date im PUF beschreiben würde, sofort eine Oneitis anheften. Aber ist nicht genau das der Grund warum wir das Spiel spielen?
Ist nicht genau das Ziel des Spiels? Ein kleines bisschen Oneitis für alle in geregeltem Ausmaß?

Selbstverständlich sollte man bei den wirklichen Extremfällen das ganze etwas ernster angehen. Mir stellt sich nur die Frage, ob man sich vor einer solchen Diagnose nicht etwas ernster mit dem Fall beschäftigen sollte, bevor gleich von allen Seiten Oneitis geschrien wird.


Wie immer ist mein Text subjektiv und die Ansichten meine persönlichen. Diskussionen sind wie immer ebenfalls sehr erwünscht.